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28.12.11

Mallorcas geheime Plätze

Valldemossa wie es kaum einer kennt

(Foto: spanisches Fremdenverkehrsamt)

Kulturinteressierte Mallorcaurlauber wissen, dass im Bergdorf Valldemossa der polnische Komponist Frédéric Chopin mit seiner Lebensgefährtin George Sand den Winter 1838 verbrachte. In dem Kloster aus dem 13. Jahrhundert entstanden zahlreiche seiner Werke. Jedes Jahr im August findet in Valldemossa das Chopin-Musikfestival statt.

Weniger bekannt sind  die Stiftung Coll Bardolet, die Pfarrkirche und der Aussichtspunkt Miramar.

Die Kulturstiftung zu Ehren des Malers Josep Coll Bardolet (1912 – 2007) wurde im Jahr 2005 gegründet und präsentiert den Besuchern das Werk des Künstlers und damit auch Details aus dem mallorquinischen Alltagsleben und die Vielfalt der Insellandschaft.

Der katalanische Maler Coll Bardolet lebte wegen des spanischen Bürgerkrieges im Exil in Frankreich und Belgien. In den 1940er Jahren zog er mit seiner Familie nach Valldemossa und prägte seitdem die Kunstszene Mallorcas mit.

Neben den Werken des Malers werden in der Stiftung wechselnde Ausstellungen lokaler Künstler gezeigt.

Neben dem Karthäuserkloster, das durch Chopin Berühmtheit erlangte, liegt die gotische Pfarrkirche. Vor einigen Jahren gestaltete der deutsche Künstler Nils Burwitz die Glasfenster der Kirche in seiner Wasserfarbentechnik und nach den Entwürfen seines Freundes Josep Coll Bardolet. Dargestellt werden die Dorfheilige Santa Catalina Thomás und der Heilige Bruno von Köln, Gründer des Kartäuserordens.

Burwitz lebt seit 35 Jahren mit seiner Familie in Valldemossa. Seine Werke sind auf der ganzen Insel in Form von Kirchenfenstern und Gemälden zu besichtigen.

Zwischen Valldemossa und Deià liegt im Gebirge der Serra de Tramuntana das Anwesen Miramar (dt.: Schau ins Meer). 1276 von Ramón Llull (Philosoph, Missionar und Begründer der katalanischen Literatursprache) gegründet, sollte es als Kloster und Schule für orientalische Sprachen dienen. Auf Miramar sollten Missionare alles Nötige lernen, um die Araber in Nordafrika zum Christentum zu bekehren.

Als sehenswert gelten die alten Skulpturen des Anwesens. Von den Gärten aus können Besucher zum Meer hinabsteigen.

Miramar ist ganzjährig (auβer sonntags) für Besucher geöffnet, im Sommer von 10 bis 17.45 Uhr, im Winter von 10 bis 16.45 Uhr. Der Eintritt kostet 4 Euro.







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Sprache auf Mallorca

Auf der Insel gibt es zwei offizielle Amtssprachen: Spanisch und Katalanisch. Im Alltag wird jedoch hauptsächlich Mallorquín gesprochen, ein katalanischer Dialekt.

Unterschiedliche Schreibweisen von Ortsnamen sorgen immer wieder für Verwirrung: inzwischen beginnt sich jedoch die mallorquínische Variante durchzusetzen.

So heißt beispielsweise „Andratx” (sprich: „Andratsch”) nicht mehr „Andraitx”, „Port” (Hafen) heißt nicht mehr „Puerto”, und „Coves” (Höhlen) heißt nur noch selten „Cuevas”.

Ausländische Urlauber haben auf Mallorca jedoch selten Sprachprobleme. Sie werden von den Einheimischen in der Regel auf spanisch angesprochen, häufig sogar auf englisch oder deutsch.

Mallorquinische Kultur

Bereits seit dem 18. Jh. existiert auf Mallorca die „Renaixenca”-Bewegung.
Sie hat zum Ziel, die traditionelle Kultur der Baleareninsel wiederzubeleben und vor dem Untergang zu bewahren.

In einer Zeit, in der immer mehr Urlauber und Residenten nach Mallorca kommen, scheint dies ein berechtigter Anspruch. 

Alle Angaben werden von den Autoren und dem Verlag nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt und von der Redaktion von Hayit Medien und Mallorca-Journal.info überprüft. Allerdings kann keine Gewähr oder Haftung für einen etwaigen Schaden übernommen werden.

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